Seit über 800 Jahren handelt die Spitalstiftung als „verlängerter Arm“ des Gründerbischofs Konrad IV., der gemeinsam mit der Regensburger Bürgerschaft ein zeitloses Fundament christlicher Nächstenliebe schuf, das bis heute – 800 Jahre später – das soziale Wirken der Spitalstiftung für alte, kranke und bedürftige Menschen in Regensburg trägt.
Die Jubiläumspublikation „SPITAL 800 + Leben Arbeit Kultur“ der St. Katharinenspitalstiftung dokumentiert, wie dieser sozial-karitative Stiftergedanke heute durch vielfältiges Engagement, mutige Entscheidungen, Freude und Vertrauen von der Spitalfamilie in die Regensburger Mitwelt getragen wird. Es ist ein Plädoyer für soziale Zugehörigkeit, Miteinander und den Respekt vor der Würde aller Menschen – gestern wie morgen.
Ein außergewöhnliches Buchprojekt für Spital 800+
Die Jubiläumspublikation der St. Katharinenspitalstiftung in Regensburg-Stadtamhof trägt den sprechenden Titel „SPITAL 800 + Leben Arbeit Kultur“. Das 464-seitige Werk mit 370 hochwertigen Fotografien ist keine klassische Festschrift, keine Imagebroschüre und keine historische Abhandlung.
Die außergewöhnliche Publikation ist ein unterhaltsames, aber fundiertes „Coffee Table Book“, das Spitalgeschichte und Spitalgegenwart anhand von Szenen und Assoziationen sowie anhand von zeitgenössischen Fotografien aus allen Spitalbereichen erzählt.
Man soll das großformatige, hochwertig ausgestattete Buch immer wieder gerne aufschlagen, um in die Lebenswirklichkeiten des Spitals einzutauchen.
Vielschichtiges Porträt einer einzigartigen Regensburger Stiftung
Als eine Dokumentation der Gleichzeitigkeiten und der Traditionslinien im Spital zeichnet Spitalarchivarin Kathrin Pindl mit der Jubiläumspublikation ein vielschichtiges Porträt einer der ältesten sozialen Stiftungen der Welt, die seit 1226 den sozial-karitativen Auftrag ihres Gründers am Fuße der Steinernen Brücke fortführt – als Ausdruck von Geschichte, bürgerschaftlicher Verantwortung, religiösem Wertefundament, intergenerationelle Teilhabe und Identitätsbildung im Dialog mit Stadtgesellschaft, Umfeld und Natur.
Ein Buch nicht über, sondern mit der Spitalfamilie
Das Gesamtkonzept bricht bewusst mit traditionellen Formaten. Statt einer rein chronologischen Historie setzt das Werk auf die „Mentalitätsgeschichte“. Im Zentrum steht die „Spitalfamilie“ – ein lebendiges Geflecht aus Altenpflege, Brauerei, Land-, Grund- und Forstwirtschaft, Archiv und Kirche.
„Unser Anspruch war es, nicht über die Spitalfamilie zu sprechen, sondern die eigenständigen und eigensinnigen Perspektiven und Stimmen von Spitalbewohnern, Ehrenamtlichen, Mitarbeitenden und Freunden des Spitals auf authentische Weise selber zu Wort kommen zu lassen“, erklärt Autorin Kathrin Pindl. „Das Jubiläumsbuch gibt der Spitalfamilie ein Gesicht und eine Stimme.“
Fotografien als Fenster zur visuellen Kontinuität der Spitalstiftung
Dokumentarische Fotografien des Regensburger Fotografen Florian Hammerich, der die Spitalfamilie in Vorbereitung auf das 800-Jahr-Jubiläum intensiv begleitete, fangen die überzeitlichen Kontinuitäten ein, wie sie in der St. Katharinenspitalstiftung sichtbar werden.
Die Fotografien, von denen eine Auswahl anlässlich der Buchvorstellung in einer „Werkschau 800+“ im Ulrich-Obser-Saal des Spitalschreiberhauses gezeigt wird, analysieren Alltägliches und Oberflächen, um Tiefenerkenntnisse über Fürsorge und Zuwendung, das Leitbild christlicher Nächstenliebe, wirtschaftliche Notwendigkeiten, soziale Verantwortung, intergenerationelle Verflochtenheiten und die historische Gewordenheit der Spitalidentität visuell und emotional zu vermitteln.
Das Zusammenspiel aus Bild und Text, die auf jeder Seite in einen wechselseitigen Dialog treten, übersetzt die komplexen Beziehungen innerhalb des religiös-politisch-ökonomischen Koordinatensystems des Spitals in eine eigenständige visuelle und emotional anschlussfähige Form. Gestaltet wurde der auch haptisch und typographisch anspruchsvolle Band von Philipp Koch (Verlag Büro Wilhelm).
SPITAL 800 +
Leben Arbeit Kultur – St. Katharinenspital Regensburg
Seit 800+ Jahren ist das Bürgerspital St. Katharina am Fuße der Steinernen Brücke für Regensburg da.
Im Mittelpunkt steht seit 1226 der sozial-karitative Stiftungsauftrag des Gründerbischofs.
Das St. Katharinenspital fördert die Altenhilfe und unterstützt bedürftige Menschen. Spitalrat und Spitalmeister handeln bis heute als der verlängerte Arm des Stifters. Stimmen aus Spitalpflegeheim, Spitalbrauerei, Land-, Grund- und Forstwirtschaft, Spitalarchiv und Spitalkirche erzählen plurale Hospitalgeschichte(n). Die Spitalfamilie öffnet sich.
Gesamtkonzept + Text: Kathrin Pindl / St. Katharinenspitalstiftung
Fotos: Florian Hammerich
Gestaltung: Philipp Koch/Verlag Büro Wilhelm
https://www.buero-wilhelm-verlag.de/buecher/literatursachbuch/st-katharinenspital-regensburg/
ab Mai 2026 m Buchhandel erhältlich
Dompropst Dr. Franz Frühmorgen
Vorstellung der Jubiläumspublikation: „Spital 800+ Leben Arbeiten Kultur“
30. April 2026
Liebe Gäste,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
liebe Freunde unseres St. Katharinenspitals,
nach dem Eröffnungsgottesdienst am 08. April, dem 800. Todestag unseres Gründerbischofs Konrad IV., und der großen Baumpflanzaktion in unserem Forst einen Tag später dürfen wir heute mit der Vorstellung unserer Jubiläumspublikation einen weiteren Akzent im Rahmen unseres Jubiläums "800 Jahre St. Katharinenspital" setzen.
Ich freue mich, dass sich dazu neben der Leitung unseres Spitals, dem Spitalrat und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Vertreter aus unterschiedlichsten Einrichtungen des öffentlichen Lebens eingefunden haben:
Von der Universität Regensburg – hier aus den Fachbereichen Bayerische Landesgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Mittlere und Neue Kirchengeschichte, Alte Kirchengeschichte und Liturgiewissenschaft – , vom Historischen Museum, der Städtischen Galerie Leerer Beutel, dem Forum Mittelalter, dem Heimatverein "Statt am Hoff" e. V., dem Historischen Verein für Regensburg und die Oberpfalz, dem Bischöflichen Zentralarchiv, dem Leibnitz-Institut für Ost- und Südosteuropa, dem Albrecht-Altdorfer-Gymnasium, dem Stadtarchiv, dem Bezirk Oberpfalz, der Pfarreiengemeinschaft, zu der unser Spital gehört, und der Orthodoxen Kirchengemeinschaft Regensburg.
Sie sehen, wie bekannt, geschätzt und vernetzt unser Katharinenspital ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Das ist für unsere Arbeit hier sehr wichtig. Seien Sie uns alle herzlich willkommen. Danke, dass Sie uns heute die Ehre geben, und für Ihre Verbundenheit mit unserer Einrichtung das ganze Jahr über.
Ich finde es ein schönes Zeichen, dass unser Spital neben den vielen wissenschaftlichen Publikationen, die es schon seit langem gibt, immer wieder, auch in diesem Jubiläumsjahr, hoch professionell begleitet von der Leiterin unseres Archivs, Frau Kathrin Pindl, vorher von Herrn Dr. Dirmeier, heute zum 800. Geburtstag auch ein Lesebuch erhält, in dem neben der langen Geschichte unseres Spitals v. a. auch gezeigt wird, was unser Spital heute ausmacht.
Ich habe ein neues Wort gelernt; unser Spitalmeister nennt es ein „Coffee-Table-Book“, ein Buch, das man so nebenbei beim Kaffee oder einem guten Spitalbier zur Hand nimmt und in dem man gerne und entspannt blättert und schmökert. Und genau das ist es auch geworden! Ein Buch, das man gern in die Hand nimmt…
Ich danke der Leiterin unseres Archivs, Frau Kathrin Pindl. Sie hatte die Federführung für dieses Werk, konzeptionell, textlich und von der Bildauswahl. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden Arbeit, wie viele Nachtschichten und wieviel Herzblut in diesem Werk stecken. Wir werden es ein wenig erahnen können, wenn sie es nachher kurz vorstellt. Danke, liebe Frau Pindl, für alle Mühe. Sie haben ein zeitgeschichtliches Dokument geschaffen. Wenn man in 50 Jahren das 850jährige Jubiläum feiert – vermutlich mit den wenigsten von uns..., wird man darauf zurückgreifen und sich hoffentlich dankbar erinnern, wie sich das Spital gut weiterentwickelt hat! Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Werk und Danke dafür!
Sie sehen, es ist ein gewichtiges Werk geworden. 464 Seiten stark und – wenn mich meine Waage zuhause nicht getäuscht hat – 1,8 Kilo schwer. Das passt zu unserer geschichtsträchtigen Einrichtung. Mit 800 Jahren durchgängiger Geschichte gibt es wohl keine vergleichbare Sozialeinrichtung auf der Welt, die älter ist als unser Spital. Ausgenommen unsere Kirche, von der wir ein Teil und ein besonders eindrückliches Aushängeschild sind. Dass Gottes- und Nächstenliebe untrennbar zusammen gehören, das hat uns Konrad IV. im Geist Jesu bleibend eingestiftet und das macht unseren Wert und unsere Bedeutung aus.
Ein zweites: Wenn Sie das Buch durchblättern, werden Sie sehen: Dreiviertel davon sind Bilder. Bilder von Menschen, die hier leben, einkehren, arbeiten, ehrenamtlich tätig sind oder Verantwortung tragen. Ich danke allen, v.a. unseren Bewohnerinnen und Bewohnern, dass sie sich so bereitwillig haben ablichten lassen; einige sind mittlerweile verstorben, aber in diesem Buch aufbewahrt. Und ich danke Herrn Florian Hammerich, dass er uns fast ein Jahr lang begleitet und mit so viel Sensibilität diese gelungenen Aufnahmen gemacht hat. Unser Spital besteht aus Gebäuden und Liegenschaften, aber unser Schatz sind die Menschen hier! Wer das noch nicht weiß, sieht es spätestens, wenn er dieses Buch durchblättert.
Ein dritter Gedanke noch: Dieses Buch ist nicht das Werk eines / einer einzelnen. Viele haben daran mitgeschrieben. Der Spitalrat, die Mitarbeitenden, die Ehrenamtlichen und unsere Bewohnerinnen und Bewohner - durch ihre Wortbeiträge, was ihnen das Spital gibt und bedeutet. Frau Pindl hat sie zu einem gut lesbaren Text zusammenkomponiert. So ist unser Spital! Ein Gemeinschaftswerk. Ein Ort, den viele durch gelebte Menschlichkeit, Freundlichkeit und Einsatz füreinander zu einem gern aufgesuchten Treffpunkt, für manche auch zur Heimat werden lassen. Unser Spital ist etwas Lebendiges, ist Familie. Das soll es auch bleiben!
Darum unser Logo „800 +“. Vielleicht ist Ihnen dieses Plus noch gar nicht richtig aufgefallen. Wir feiern Jubiläum, aber zu den 800 Jahren sollen noch viele weitere hinzukommen. Unser Spital ist es wert. Es ist etwas vom Wertvollsten, was Bischof Konrad IV. unserer Stadt hinterlassen hat. Unser Jubiläumsbuch sagt das mit jeder Seite. Danke dem Büro Wilhelm für das ansprechende Layout und die Drucklegung. Ich wünsche unserer Jubiläumspublikation viele interessierte Leserinnen und Leser - und unserem Spital weiter viele Freunde und eine gute Zukunft!
„Mit der Jubiläumspublikation SPITAL 800 + Leben Arbeit Kultur ist es gelungen, das Wesen unserer Katharinenspitalstiftung auf besondere Weise für die Nachwelt sichtbar zu machen. Das Buch erzählt mehr als unsere 800-jährige Geschichte. Es kommen die Menschen zu Wort, die das Spital tragen und prägen – sei es aus Hauswirtschaft, Technik, Waldarbeit, Altenpflege, Verwaltung, aber auch Ehrenamtler. Unser Jubiläumsbuch beweist, dass unser sozial-karitativer Auftrag auch nach über 800 Jahren nichts an Aktualität verloren hat.“
„Im Herzen der Jubiläumspublikation steht die Spitalfamilie mit ihren Perspektiven, ihren Erfahrungen und ihren Stimmen. Mein Text zeigt zusammen mit den Fotografien von Florian Hammerich nicht nur Momente des Alltags, sondern will überzeitliche Kontinuitäten von Fürsorge, Verantwortung und Gemeinschaft freilegen, wie sie im St. Katharinenspital überall subkutan wahrnehmbar sind. Das Buch soll Würde und soziale Zugehörigkeit sichtbar machen – und den Menschen mit ihren wichtigen Aufgaben, die das Spital besonders „hinter den Kulissen“ tragen, ein Gesicht und eine Stimme geben.“